Als Hersteller ordentlich dokumentieren, dann profitieren alle Seiten!
Als Hersteller alles richtig machen, dann profitieren alle Beteiligten.

Im ersten Artikel beschrieb ich kurz, dass es bei der Titelfrage immer darum geht, erstmal den genauen Hintergrund zu erörtern:

  1. Wer – von „Gesetzesseite“ – kontrolliert mich als Hersteller?
  2. Wie kann mein Kunde überprüfen, was / wie / warum ich zertifiziere?
  3. Wie kann ich als Hersteller sicher sein, dass ich bezogen auf mein Produkt alles richtig mache?

Teil 3:
Wie kann ich als Hersteller sicherstellen, dass ich alles richtig mache?

Wie üblich die kurze Antwort zuerst:

Nicht das Rad neu erfinden. Verwenden Sie dedizierte Software. Schulen Sie ausführlich die Mitarbeiter, die Sie mit TechDok-Aufgaben beauftragen wollen. Oder – natürlich auch in eigenem Interesse – beauftragen Sie einen Dienstleister.

Die lange Version: Was können Sie als Hersteller tun?

Die EU-Richtlinien und Normen erschlagen den Leser von vornherein allein durch ihren Umfang. Dann die verschiedenen Ebenen:

  • Richtlinie 2001/95/EG über die allgemeine Produktsicherheit
  • Maschinenrichtlinie 2006/42/EG
  • Produktsicherheitsgesetz (ProdSG)
  • Produktsicherheitsverordnungen (z.B. 9. ProdSV für Maschinen)
  • A-, B- und C-Normen
  • VDI-Veröffentlichungen

Und dann noch die Verweise!
Die DIN EN ISO 12100 fordert eine Benutzerinformation zum Produkt. Aber wie erstellen Sie eine Benutzerinformation? Schauen Sie dafür in die DIN EN 82079-1.
Kein Wunder, dass Doku-Neulinge und Quereinsteiger erst einmal völlig überfordert sind.

Wichtig ist hier, wie bereits in der Kurzantwort angedeutet: Erfinden Sie das Rad nicht neu – andere Firmen hatten vor Ihnen bereits dieselben Probleme. Lösungen wurden gefunden, Vorlagen wurden erstellt, Programme wurden entwickelt, Workshops werden angeboten.

Als Dienstleister empfehle ich, basierend auf persönlichen Erfahrungen: Geht es um die CE-Konformität für Maschinen, kaufen Sie sich ein Programm ein. Der deutsche Markt hält zwei bis drei gute Alternativen bereit, die man für anfängliche vierstellige Beträge erwerben kann. Für meine Dienstleistungen entschied ich mich für den WEKA Manager CE (kein Affiliate-Link – ich verdiene nichts an Ihrem Klick). Die Programme leiten durch den gesamten CE-Prozess, helfen bei der Normenrecherche, helfen explizit bei der Risikobeurteilung und liefern verständliche, strukturierte Dokumente.

Weitere Möglichkeit für Hersteller: bilden Sie ihr Personal umfassend aus. Schulungen gibt es von verschiedensten Anbietern, hier helfen die bekannten Suchmaschinen. Haben Sie inhouse noch kein CE-Team, empfehle ich den CE-Koordinator-Workshop von Dipl.Ing. Ulrich Kessels.

Letzte Alternative: beauftragen Sie einen Dienstleister für TechDok-Prozesse. Der Fachmann ist geübt, mit Programmen und Vorlagen aller Art bereits bestens aufgestellt und meistens kurzfristig verfügbar.
Auf meiner Webseite sind Sie dafür bereits goldrichtig.

Noch Fragen? Oder Unterstützungsbedarf bei TechDok-Prozessen?
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